Was macht Apple falsch?
Hast Du auf einem iPhone oder iPad eine App gekauft oder einen in-App-Kauf getätigt? Dann hast Du wahrscheinlich einen Schaden erlitten. Apple schränkt die Wahlfreiheit von Verbraucher:innen ein und verlangt überhöhte, monopolistische Preise. In seinen Geschäftsbedingungen für App-Entwickler verbietet Apple jeglichen Wettbewerb mit seinem eigenen App Store und seiner Zahlungsanwendung.
Das Verhalten von Apple ist rechtswidrig. Die Rechnung für Apples monopolistische Praktiken zahlen die Verbraucher:innen, denn die App-Entwickler geben zwangsläufig die überhöhten Preise (in der Regel 30 %) an sie weiter. Als Verbraucher:in bezahlst Du deshalb deutlich zu viel: Zu viel für jede kostenpflichtige App, die Du herunterlädst. Zu viel für alle Folgekäufe innerhalb einer App (In-App-Käufe). Und zu viel für Abonnements über den Apple App Store.
Wie können wir dieses Problem lösen?
Die Stiftung hat versucht, mit Apple eine einvernehmliche Lösung zu finden. Wir haben Apple aufgefordert, freiwillig sein rechtswidriges Verhalten zu beenden und europäische Verbraucher:innen zu entschädigen – leider ohne Erfolg.
Die Stiftung hat deshalb jetzt eine rechtliche Schritte eingereicht: ein sogenannte Sammelklage gegen Apple in den Niederlanden. In diesem Gerichtsverfahren werden wir die Interessen aller Verbraucher:innen in der EU vertreten, die seit dem 1. September 2009 im Apple App Store mindestens eine App gekauft und/oder einen In-App-Kauf getätigt haben.
Damit wir diese Klage so erfolgreich wie möglich führen können, ist es wichtig, dass Verbraucher:innen sie unterstützen. Je mehr Verbraucher:innen die Klage unterstützen, desto größer wird der Druck auf Apple, sein illegales Verhalten zu beenden.
Unterstütze die Klage!
Du kannst die Klage unterstützen, indem Du Dich registrierst. Das kannst Du tun, wenn Du:
- ein iPhone oder iPad hast oder hattest,
- nach dem 1. September 2009 mindestens einmal eine App gekauft oder einen Kauf innerhalb einer App (einer Nicht-Apple-App) getätigt hast, und
- in der EU wohnst.
Die Registrierung ist kostenlos. Die Stiftung wird sich dafür einsetzen, dass Apple die Kosten für die Sammelklage und den Schadensausgleich übernimmt. Wenn die Klage scheitert, fallen für Dich keine Kosten an.
Wer hilft der Stiftung?
Die Stiftung wird unterstützt von
Scott+Scott, einer internationalen Anwaltskanzlei, die sich unter anderem auf Sammelklagen wie die Apple App Store-Sammelklage spezialisiert hat. Wir haben außerdem die wettbewerbsökonomischen Experten von
Brattle Group beauftragt, um den Schaden der Verbraucher:innen zu ermitteln.
Der Stand der Dinge
Die Stiftung hat gegenüber Apple Schadensersatzansprüche geltend gemacht. Wir haben leider erfolglos versucht, mit Apple eine einvernehmliche Lösung zu finden. Die Stiftung hat daher nun im Namen der europäischen Verbraucher:innen ein Sammelklageverfahren eingeleitet.
Am 31.März 2022 verklagte die Consumer Competition Claims Foundation Apple mit einer Forderung in Höhe von 5 Milliarden Euro (
mehr lesen). Am 6. Juli 2022 erschien Apple vor Gericht und das Verfahren begann formell. Das Gericht wird nun zunächst einige verfahrensrechtliche Fragen erörtern. Die Verhandlung zu diesen Fragen fand am 24. März 2023 statt.
Beteilige Dich an der Apple-Klage